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Präsentation EB

 

Definition Kognition:

Einem verhaltenssteuernden System ausgeführte Umgestaltung von Informationen
• "cognoscere" bedeutet: erkennen, erfahren oder kennenlernen
• Ein Begriff,
mit dem auf die Informationsverarbeitung von Menschen und anderen Systemen Bezug genommen wird
• Oft ist mit „Kognition“ das Denken in einem umfassenden Sinne gemeint


Kurze Begriffserklärung

Was kognitiv im Alltagsverständnis bedeutet

Meist werden mit dem Begriff "kognitiv" all jene Aspekte zusammengefasst,
die sich auf das Denken eines Menschen beziehen.
Dennoch ist eine genauere Definition für ein umfassenderes Verständnis des Wortes sinnvoll. 


Kognitiven Fähigkeiten eines Menschens zählen unter anderem:

  • Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
  • Erinnerung und neues zu Lernen
  • das Problemlösen, zu analysieren und zu lösen
  • Kreativität und Vorstellungskraft
  • Planen und die Orientierung in seiner Umwelt und sich diese anzupassen
  • zu antizipieren und Entscheidungen zu treffen
  • die Argumentation
  • die Selbstbeobachtung
  • der Wille
  • und das Glauben

Kognitive Kompetenz wird auch als "Intelligenz" bezeichnet.


Die Kognitive Entwicklung des Kindes ist äußerst wichtig

Bei Kindern sollte die kognitive Entwicklung unterstützt und gefördert werden, um später selbstständige Erwachsene zu bekommen die in der Lage sind. Diese 4 Faktoren haben Einfluss auf die kognetive Entwicklung:

• Reifung, ihr Leben zu meistern
• Aktive Erfahrungen, Probleme zu bewältigen
• Soziale Interaktion, sich sozial zu integrieren
• streben nach Gleichgewicht (zwischen Assimilation* und Akkomodation*)



*Assimilation (Angleichung, Annäherung, Verschmelzung, Strukturerhaltung)
- Assimilation bedeutet "Eingliederung neuer (Umwelt-) Erfahrungen" oder Erlebnisse "in ein bereits bestehendes Schema".
- Sie bewahrt und erweitert das Bestehende und verbindet so die Gegenwart mit der Vergangenheit.
(Beispiel: Apfel-Birne)

*Akkomodation (Anpassung, Anhäufung, Anreicherung, Umweltanpassung)
Akkommodation bedeutet die "Erweiterung bzw. Anpassung eines Schemas" an eine wahrgenommene Situation, die mit den vorhandenen Schemata nicht bewältigt werden kann.
Sie entsteht aus Problemen, die die Umwelt stellt, also aus Informationen, die nicht zu dem passen, was man weiß und denkt.
(Beispiel: Bauklotz)

*Aquilibration Wechselspiel von Assimilation und Akkomodation, mit dem Ziel ein stabiles Verständnisniveau zu erreichen.

Aus pädagogisch-psychologischer Sicht ist von Bedeutung, dass ein Lernender Neues zunächst vor dem Hintergrund des bereits Bekannten interpretiert.


Es gibt mehrere Phasen der kognitiven Entwicklung
(Bühnentheorie nach Jean Piaget):

Die vier Phasen der kognitiven Entwicklung (nach Jeon Piaget)

    • Sensomotorische Phase,
      Alter: Geburt bis 2 Jahren
      Sinneserfahrungen und Handlungen

      Wichtige Merkmale und Entwicklungsänderungen:

      - Gewinnung von Wissen der pysischen Interaktion mit der Umwelt, 
        (oft unfreiwillig, durch die Interaktion mit Objekten der Umgebung/Experimentierspielen)
      - Kinder lernen die Welt durch grundlegende Handlungen wie Saugen, Greifen, Schauen und Zuhören kennen
      - Wissensaneignung allein über Ihre Wahrnehmung 
          - über ihren Körper und Körperbewegung
          - über das fühlen, tasten und empfinden
          - bewusster sehen, Objekte fixiern, verfolgen
      - Kleinkinder lernen, dass Dinge weiterhin existieren, obwohl sie nicht gesehen werden können (Objektpermanenz)
      - und Sie erkennen, dass ihre Handlungen dazu führen können (interagieren), das
      Krabbeln und gehen, Spraches Dinge in der Welt um sie herum geschehen
      - egozentrisches Verhalten (Transaktion zwischen Ich und Umwelt zu befriedigen)

    • Präoperationale Phase, oder auch Vorbetriebliche Phase
      Alter: 2 bis 7 Jahre
      Sprache und Symbolgebrauch

      - Entwickeln bereits erste Denkprozesse
      - Hauptphase der Sprachentwicklung
      - Beginnen symbolisch zu denken und lernen, mit Wörtern und Bildern Objekte darzustellen
      - Handeln und versuchen die daraus resultierenden Konsequenzen im Ansatz zu beurteilen
        (nach fiktiven Rollen zu Handeln und zu Spielen)
      - egozentrisches Verhalten bleibt noch präsent
      - Schwirigkeiten Dinge aus der Perspektive anderer zu sehen
      - Schwirigkeit Beständigkeit zu verstehen


    • konkret-operative Phase, (konkrete Betriebsphase)
      Alter: bis 7 bis 11. Jahre
      Logisches Denken und Kategorisierug

      - Denken wird logischer und organisierter,
        nachdenken über bestimmte Ereignisse und Strukturen werden entwickelt
      - Bezug zur Realität,
        haben noch mit abstrakten Situatinen und hypothetischen Konzepten zu kämpfen
      - Denkstil nicht mehr so egozentrisch, überlegen wie andere denken und fühlen könnten
      - Handlungen werden gezielt eingesetzt um bestimmte Ziele zu erreichen
      - beginnen zu verstehen, dass ihre Gedanken einzigartig sind,
        nicht jeder ihre Gedanken, Gefühle und Meinungen teilen muss

    • formale-operative Phase
      Alter: 12 bis ...
      Hypothetisches Denken, Wissenschaftöiche Rationalität


      - Beginnt der Jugendliche über abstrakte und hypothetische Probleme nachzudenken
      - Abstraktes denken entsteht
      - Beginnen mehr über moralische, philosophische, ethische, soziale und politische Fragen nachzudenken, die theoretisches und abstraktes Denken erforden

Diese kognitive Entwicklung bringt einen Menschen also in die Lage:
- zwischen Realität und Illusion zu unterscheiden
- Parallelen entstehen zu lassen, sodass er eigenverantwortlich handeln kann
- Ergebnisse im Vorfeld erkennen und abschätzen können


Kompetenz ist wichtig

Wie stark sich die kognitive Kompetenz bei einem Menschen entwickelt, ist nicht rein erblich bedingt.
Gezielte Frühförderung ermöglicht eine Erhöhung der kognitiven Kompetenz.

  • sprachlich zu fördern
    großer Wortschatz,
    sprachliches Geschick,
    sich in schwierigen Situationen zu kompetent zu artikulieren.

  • Kinder müssen lernen, mit Problemen umzugehen
    Möglichkeit geben Probleme selbst zu erkennen,
    an Lösungen zu arbeiten,
    dann werden sie auch im Erwachsenenalter in der Lage sein,
    mit Kompetenz an Probleme heranzugehen.

  • Sie fördern die kognitive Kompetenz
    wenn Sie Ihre Kinder kritische Situationen und Konflikte "erleben lassen",
    und sie nur bei der Lösung anleiten, diese aber nicht vorgeben.

  • Lassen Sie ihre Kinder
    eigene Gedanken und Ideen entwickeln,
    an deren Umsetzung arbeiten,

  • Erziehen SIe zur Selbstständigkeit,
    damit die Kinder kognitiv kompetente Mitglieder der Gesellschaft werden.

youtube-Filme

Kohlbergs Theorie zur moralischen Entwicklung
https://www.youtube.com/watch?v=Ebn9wj0FytM

zu Piaget´s Themen

Piaget's Schema - Wie wir Informationen verändern um sie aufzunehmen
https://www.youtube.com/watch?v=w7y7RQrTys4


Sehr süss illustriert sind die ersten Beiden:

Die kognitive Entwicklung nach Jean Piaget
https://www.youtube.com/watch?v=cneDvN8g7M8

Piaget's Theorie der Kognitiven Entwicklung
https://www.youtube.com/watch?v=yxQM6vUXEJI
Interessant Zeichentrick-Iglus - 7:30 Min.

Piaget 's Stufen der kognitiven Entwicklung
https://www.youtube.com/watch?v=KbjdRoOI6fI
4 Stadien

Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung + Experimente | Denken Kinder wirklich anders?
https://www.youtube.com/watch?v=h1mF3FE1H_M

Kognitive Entwicklung nach Piaget
https://www.youtube.com/watch?v=atbWOgQYLEM

Jean Piaget: Kognitive Entwicklungstheorie Teil 1/2
https://www.youtube.com/watch?v=WSivzaBFrOw

Jean Piaget: Kognitive Entwicklungstheorie Teil 2/2 
https://www.youtube.com/watch?v=uFRxWnhKh1E

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Silke Anregungen:

• ...Allgemein über Kognition

• ...Auseinandersetzunng mit der eigenen...Entwicklung

• ...was gibt es noch an Documentationen

• ...was für eine Anregung biete ich/ eigene Geschichte ?!


 

Karen..., hier vielleicht noch interessante Bilder für die Präse?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Piaget unterteilte die sensomotorische Stufe in sechs Unterstufen:



0. bis 1. Lebensmonat:
Angeborene Reflexmechanismen

Von der Geburt an ist ein Baby mit bestimmten Reflexen (Saug-, Schluck- und Greifreflex) ausgestattet.
Der Organismus zeigt spontane Tätigkeiten. 
"Die reproduktive oder funktionelle Assimilation, die diese Übung gewährleistet, setzt sich andererseits fort in einer verallgemeinernden Assimilation (leeres Saugen zwischen den Mahlzeiten und Saugen an neuen Gegenständen) und in einer wiedererkennenden Assimilation (Unterscheidung der Brustwarze von anderen Gegenständen)." 
"Üben führt zur Konsolidierung der gegebenen Schemata und zu deren Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten, also bereits zu ihrer Differenzierung: Das Saugen an der Mutterbrust ist etwas anderes als das Saugen an der Flasche und am Daumen; [...]" 

1. bis 4. Lebensmonat:
Primäre Kreisreaktionen

Auf den eigenen Körper beschränkte Aktivitäten. Handlungen mit angenehmen Konsequenzen werden wiederholt.
Zufällig berührt die Hand die Lippen. Da diese Aktivität als angenehm empfunden wird, versucht das Kind die Hand zum Mund zu führen (Daumenlutschen). 
"Das Kind baut sich sein Wissen von dieser Welt auf, indem es durch aktives Tun zunächst Erfahrungen an seinem eigenen Körper, später an Gegebenheiten seiner Umgebung sammelt. ...
Die einzige Möglichkeit des Denkens besteht darin, etwas mit den vorgefundenen Dingen zu tun, d.h., sie zu betrachten, zu berühren, in den Mund zu stecken und nach ihnen zu greifen. Während es in seiner Objektwelt hantiert, empfängt es über seine Sinnesorgane Rückmeldungen; es wiederholt diejenigen Aktivitäten, die interessante Effekte auslösen. Piaget spricht von "Kreisreaktionen"." 
"Ein Schema ist die Struktur oder Organisation der Aktionen, so wie sie sich bei der Wiederholung dieser Aktion unter ähnlichen oder analogen Umständen übertragen oder verallgemeinern." 
"Handlungsschemata, wie Saugen, Greifen, einen Gegenstand anblicken, werden auf immer mehr Gegenstände und weitere Umweltbereiche angewandt. Dies nennt Piaget in Anlehnung an biologische Prozesse die generalisierte Assimilation, "Einverleibung" von Objekten, Personen, Umweltgegebenheiten in die eigenen "Handlungsorgane oder -schemata"."
"Wir versuchen während des ganzen Lebens, neuartige Probleme an uns bekannte Schemata und Konzepte zu assimilieren, d.h. mit jenen Konzepten zu lösen, die uns geläufig sind."

4. bis 8. Lebensmonat:
Sekundäre Kreisreaktionen 

Das Kind entdeckt, dass es durch eigene Aktivitäten bestimmte Effekte in der Umwelt hervorrufen kann.
Handlungen können als Mittel zum Zweck eingesetzt werden. Es existiert demnach die Möglichkeit einer Differenzierung zwischen dem gewünschten Ziel / der erwünschten Reaktion und dem angewendeten Mittel zur Erreichung des Ziels.
In einigen Sequenzen experimentiert das Kind mit dieser Möglichkeit der Einflussnahme auf die Umwelt:
Zufälliges Schlagen an eine Glocke. Das Geräusch gefällt dem Kind anscheinend, da es wiederholt gegen die Glocke schlägt, um diese zum Klingeln zu bringen.
Objekte bleiben etwa ab dem achten Lebensmonat auch dann noch erhalten, wenn sie nicht mehr gesehen werden: Das bisherige "Aus den Augen - aus dem Sinn" wird durch eine kognitive Existenz (also ein inneres Abbild des nicht mehr sichtbaren Gegenstandes) abgelöst. 

 

8. bis 12. Lebensmonat:
Intentionales Verhalten

(Intention = absichtlich, vorsätzlich, hier: zielgerichtet)
Übertragung bereits bekannter Effekte auf eine Aktivität in neuen Situationen. Durch das Ausprobieren werden die Handlungsschemata durch Anpassung weiter verfeinert. Weiterhin werden die vorhandenen Schemata besser koordiniert (der Bewegungsablauf wird flüssiger).


12. bis 18. Lebensmonat:
Tertiäre Kreisreaktionen

Das Kind versucht  herauszufinden wann und warum bestimmte Ereignisse auftreten.
Es offenbart Interesse an jeder neuen Reizsituation. Auch hier ist es für das Kind wieder von Bedeutung, wie es selbst auf die Umwelt einwirken kann.
Durch das Experimentieren in der Umwelt werden neue Handlungsschemata angelegt.
Das Kind untersucht verschiedene 'Spritztechniken' beim Baden.
Es kann mit der eigenen Hand oder mit der Spielente auf das Wasser schlagen und das Wasser spritzt unterschiedlich weit...
"Es [das Kind] probiert systematisch verschiedene Möglichkeiten aus, einen Ball zu werfen: mit einer Hand, mit beiden Händen, aus geringer Höhe, aus großer Höhe usw." 


18. bis 24. Lebensmonat:
Übergang zur voroperationalen Phase

Ergebnisse einer Aktivität können zum Teil vorhergesehen werden. 
Experimentieren, wie eine Handlung 'am besten' vollzogen werden kann, wird unnötig, da Handlungen innerlich vollzogen und vorausgeplant werden können.
Mit knapp zwei Jahren existiert ein 'inneres Abbild' eines Gegenstandes:
Das Kind "kann mit diesem Objekt "im Geiste" umgehen, ohne daß dieses physisch präsent sein muß." 

Objektpermanenz:
Neben Handlungen bleiben auch Objekte (wie beispielsweise ein Spielzeug) erhalten, auch wenn diese aus dem Wahrnehmungsbereich verschwinden (zuvor galt das Prinzip "aus den Augen - aus dem Sinn", d.h. ein Spielzeug, dass das Kind nicht mehr sieht, gibt es in den Gedanken des Kindes auch nicht mehr).

"Die Verinnerlichung von Handlungen charakterisiert den Übergang zum Denken." 


 


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